Wild Christmas

Dei “heiligste” Weihnachtsfeiertag ist in England der 26. Dezember

Santa Claus in Anfield

Was gibt es schöneres, als die Weihnachtsfeiertage gediegen im Kreise seiner Familie zu verbringen und sich mal wieder richtig den Bauch vollzuschlagen, nach einem Jahr, was für die meisten von uns mit Sicherheit stressig genug gewesen ist?

Man mag denken, dass man diese Frage mit „Nichts“ beantworten sollte, doch während wir in Deutschland und auch im größten Teil Europas so denken und uns der romantischen Vorstellung von ruhigen Feiertagen hingeben, haben die Engländer einen Weg gefunden, zumindest den zweiten Weihnachtstag noch angenehmer zu gestalten. Oder wie soll man es sonst bezeichnen, wenn man dem Familientrubel für ein paar Stunden entfliehen kann, um sich auf ein Bier oder zwei  am „Boxing Day“ im Stadion zu treffen.

Weihnachtstradition in England

Boxing Day ist ein wichtiger Feiertag in England und bezeichnet traditionell den Tag, an dem die Angestellten früher wieder zur Arbeit erscheinen mussten. Hier bekamen sie dann von ihren Chefs ein kleines Weihnachtspräsent („Box“) überreicht, um auch sie am Wohlstand des Chefs teilhaben zu lassen.

Der Fußball bedient sich dieser Tradition und verteilt am diesem Tag Geschenke in Form von Spieltagen. Viele Familien machen somit Traditionen daraus, am Boxing Day ins Stadion zu pilgern und dort Weihnachten zu feiern. Ein kleines Bonbon: Die Partien am Boxing Day sind in der Regel Derbys bzw. Spiele gegen Klubs, die nicht weit auseinanderliegen, um die Reisestrapazen für die Fans so gering wie möglich zu halten.

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Father Christmas scheint ein Fan der Reds aus Liverpool zu sein. Hier treibt er sich, am Boxing Day, an der Anfield Road rum

The best time of the Year

Die Zeit zwischen den Jahren ist in England die wichtigste, wenn es um die Sportkalender der Republik geht. In der Zeit zwischen dem Boxing Day und dem 2. Januar wird jede Mannschaft der Premier League drei  Spiele absolviert haben. In der Regel trennt sich hier die Spreu vom Weizen und Mannschaften, die es bis jetzt geschafft haben, sich oben zu halten, werden in der Regel wieder nach unten durchgereicht, weil ihre Kader einfach nicht stark genug besetzt sind, um den Belastungen dieser intensiven Zeit standzuhalten. Auch die Abstiegszone bekommt dann ein Gesicht verpasst und es lässt sich erkennen, wer eigentlich zu gut ist, um unten drin zu stehen.

bet90-User können sich somit freuen: Auch wenn der Rest Europas zumindest für eine Woche Pause macht, so lassen einen die Freunde von den Britischen Inseln nicht im Stich und ballern uns in der Zeit mit interessanten Partien zu. Was möchte man mehr, wenn man mal eine Pause von der buckligen Verwandtschaft braucht.

Bild:Imago

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