Von Fleischtöpfen und Eingemachtem – die Viertelfinalspiele im DFB-Pokal

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Seit über zwei Wochen läuft die Bundesliga wieder, am vergangenen Wochenende kroch auch das Fußball-Unterhaus aus der Winterpause und nun geht es am Dienstag und Mittwoch gleich Schlag auf Schlag mit dem DFB-Pokal weiter. Wir blicken auf die vier anstehenden Partien.

Bayer 04 Leverkusen – SV Werder Bremen (Dienstag, 19 Uhr)

Mit Bayer und Werder treffen direkt im ersten Viertelfinale zwei alte Hasen des Wettbewerbs aufeinander. Insbesondere die Gäste von der Weser gelten als Pokal-Experten und konnten den Cup bereits sechs Mal abstauben – nur der FC Bayern holte öfter die goldene Trophäe (17). Für die Bremer ist das Erreichen des Viertelfinales – das erste Mal seit sechs Jahren – bereits als Erfolg zu werten, über eine Million Euro flossen nach dem überraschenden 4:3-Achtelfinalerfolg in Mönchengladbach ins schmale Werder-Portemonnaie. Für den Halbfinaleinzug winken übrigens weitere zwei Millionen Euro. Mit etwas Losglück sind sogar die europäischen Fleischtöpfe in gün-weißer Riech- und Reichweite.

Für Bayer, das in dieser Saison die Fliegengewichte der Sportfreunde Lotte (3:0), der Viktoria aus Köln (6:0) und der Spielvereinigung Unterhaching (3:1) aus dem Weg räumte, ist die Angelegenheit mit Bremen rein statistisch gesehen zum Haareraufen: Fünf Mal traf die Werkself auf die Hanseaten, fünf Mal gewann Werder. Zuletzt im Finale 2009 nach einen Tor durch Mesut Özil. Unsere Buchmacher sehen das Team von Trainer Roger Schmidt dennoch klar favorisiert.

Unsere Quoten bei bet90*: Heimsieg: 1,35   Unentschieden: 5,20   Auswärtssieg: 8,50

 

VfB Stuttgart – Borussia Dortmund (Dienstag, 20.30 Uhr)

Unter Jürgen Kramny legte der VfB in der Bundesliga die Top-Quote von vier Siegen in Folge aufs Parkett, zwei mehr als der BVB im vergleichbaren Zeitraum. Nur im Achtelfinale des DFB-Pokals Mitte Dezember taten sich die Schwaben sehr schwer: Gegen Eintracht Braunschweig siegte Stuttgart erst in Verlängerung. Toni Sunjic traf in der 118. Minute zum 3:2 für die Süddeutschen. Für Neuzugang Kevin Großkreutz ist es heute das erste Aufeinandertreffen mit seinem “Herzensclub”. Und er darf Hoffnung haben, mit seinem neuen Verein ins Halbfinale einzuziehen. Schließlich gewann in den bisherigen vier Pokalduellen zwischen dem VfB und dem BVB stets der Gastgeber.

Die Borussia muss unterdessen auf die Unterstützung ihrer Fans verzichten, zumindest in den ersten 20 Minuten. Die Fan-Initiative “Kein Zwanni” ruft infolge hoher Ticketpreise zu einem Stimmungsboykott auf. Ändert nichts an der Ausgangslage: Schwarz-Gelb ist Favorit.

Unsere Quoten bei bet90*: Heimsieg: 5,40   Unentschieden: 4,50   Auswärtssieg: 1,55

 

1. FC Heidenheim – Hertha BSC (Mittwoch, 19 Uhr)

Auch in der Hauptstadt träumen sie noch. Vom Einzug in die Champions League und vom DFB-Pokalfinale im eigenen Wohnzimmer. 1993 stand man letztmalig im Endspiel, damals sensationellerweise mit der Amateurmannschaft der Hertha. Die letzte Halbfinal-Teilnahme der ersten Mannschaft dagegen liegt ganze 35 Jahre zurück (damals schied man mit 0:1 gegen Eintracht Frankfurt aus), doch auf der Ostalb ist das Team von Trainer Pal Dardai natürlich heißer Anwärter aufs Weiterkommen. Verzichten muss der Ungar auf Kapitän Fabian Lustenberger (Knieprobleme) und Vladimir Darida (Blessur oberhalb der Achillessehne).

Heidenheim startete gut aus der Winterpause, siegte am Samstag bei Fortuna Düsseldorf mit 1:0 und will auf keinen Fall klein beigeben. “Wir werden versuchen, gegen einen sehr starken Gegner unser Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen”, sagte Trainer Frank Schmidt vor dem Duell am Mittwoch. Für die Hertha geht’s in Heidenheim also ans Eingemachte, denn kein anderes Viertelfinale bewerten unsere Buchmacher derartig ausgeglichen.

Unsere Quoten bei bet90*: Heimsieg: 3,80   Unentschieden: 3,30   Auswärtssieg: 2,05

 

VfL Bochum – FC Bayern München (Mittwoch, 20.30 Uhr)

Außer einer jahrzehntelangen Fanfreundschaft verbindet den VfL und die Münchner nicht viel. Die Bochumer dümpeln seit nunmehr sechs Jahren in Liga Zwei rum, der FC Bayern dagegen ist vor geraumer Zeit zur Fußball-Weltmacht aufgestiegen. Und dennoch hat Pep Guardiola höchsten Respekt vor dem Tabellenfünften der 2. Bundesliga. Der VfL sei “sehr aggressiv”, die Mannschaft trage eindeutig die Handschrift des früheren Nürnbergers Gertjan Verbeek, lobte der spanische Coach, der nicht mit seiner ersten Elf antreten kann. Für die Langzeitverletzten Franck Ribéry und Mario Götze kommt ein Einsatz an der Castroper Straße wohl ebenso wenig in Frage wie für Neuzgang Serdar Tasci, der an den Folgen einer Gehirnerschütterung leidet. Weiterhin außer Gefecht ist auch Jerome Boateng.

Der VfL Bochum zeigt sich im laufenden Wettbewerb unterdessen in Torlaune. Acht Treffer schoss der Zweitligist aus dem Ruhrpott bereits. Mit fünf Toren gegen den FSV Salmrohr, einem Treffer gegen den 1. FC Kaiserslautern und zwei Toren gegen 1860 München erwies sich die VfL-Offensive sogar treffsicherer als die des Rekordpokalsiegers aus München.

Unsere Quoten bei bet90*: Heimsieg: 18,00   Unentschieden: 8,00   Auswärtssieg: 1,15

*Stand: 9.2.2015, 14 Uhr

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