Champions-League-Helden vor der Rente

Eine Generation Champions-League-Helden nimmt Abschied

Graue Schläfen

Ein bisschen was zur Rente dazu verdienen – in Zeiten knapper Kassen ein großes Thema. Aber auch nicht immer leicht. Eine Zielgruppe von Arbeitnehmern darf sich jedoch über positive Entwicklungen in Sachen zusätzlicher Altersvorsorge freuen: ergrauende Fußball-Stars. Die neueste Liste von Rentenantragsstellern hat es in sich.

In Würde gealtert: die Milan-Legenden Filippo Inzaghi und Alessandro Nesta.

Raul (144 CL-Spiele/71 Tore), Ruud van Nistelrooy (73/56), Alessandro Del Piero (92/44), Gennaro Gattuso (79/1), Filippo Inzaghi (85/50), Alessandro Nesta (99/0), Mark van Bommel (76/6), Clarence Seedorf (125/11), Gianluca Zambrotta (71/0) und Michael Ballack (93/16) begeben sich nach dieser Saison aufs Altenteil. Gäbe es ein All-Star-Team der letzten 15 Jahre Champions League, sie wären mit großer Sicherheit dabei.

„Van the Man“ (FC Malaga) und die Rossoneri-Rentner von Milan haben ihren Karriere-Herbst ja schon in den letzten großen Vorruhestands-Vereinen Europas verbringen dürfen. Wie es für sie weitergeht, wissen sie noch nicht. Aber auch sie könnten noch ihr spätes Glück in den Fußball-Altenheimen fernab von Europa finden. Ein großes Herz für verdiente Kicker beweist man seit jeher am arabischen Golf und in den USA. Raul und Ballack (wahrscheinlich) checken dieser Tage da ein.

Etwas neuer am Markt und eine Spur exotischer sind die Rentner-Paradiese China und Indien. Nicolas Anelka, Fabio Cannavaro und Kollegen bekommen dort ihre zweistelligen Millionengehälter mit einer Extra-Portion Kulturschock versüßt. Je nachdem, wie am Samstag das CL-Finale läuft, wird wohl Didier Drogba der nächste Kunde sein. Keine Lust auf Altenheim hat einzig Uniteds Paul Scholes (122/24). Der Rotschopf zeigt die alterstypische Sturrköpfigkeit und weigert sich standhaft, in späten Jahren noch sein Manchester verlassen zu müssen. Coach Ferguson gewährt ihm die häusliche Pflege und verlängerte den Vertrag des 37-Jährigen für weitere zwölf Monate.

Aber ob nun Kalkutta, Shanghai, Dubai oder eben doch Englands rauher Norden, wir alle dürfen beruhigt sein: Opi ist in guten Händen.

Bild: imago

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