Klassentreffen in Berlin

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Bayern München gegen Borussia Dortmund – besseren Fußball gibt es in Deutschland derzeit nicht. Wenn Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) heute um 20 Uhr das Endspiel des DFB-Pokals anpfeifen wird, werden sich die beiden stärksten deutschen Teams im Berliner Olympiastadion erneut gegenüberstehen. Zwei Erzrivalen, ein Endspiel – das Duell um den goldenen Pott könnte nicht hochklassiger sein.

Beide Mannschaften dominierten zuletzt die Bundesliga nach Belieben. Und auch in den bisherigen Runden des DFB-Pokals gaben sich die Favoriten keine Blöße. Einzig in den internationalen Wettbewerben verfehlte sowohl der deutsche Rekordmeister, als auch der BVB die vereinsinternen Zielsetzungen: Während die Münchner im Halbfinale der Champions League gegen Atlético Madrid das Nachsehen hatten, mussten die Dortmunder bereits im Europa League-Viertelfinale die Segel streichen. Ausgerechnet gegen Ex-Coach Jürgen Klopp und seinen neuen Club aus Liverpool hatten die Schwarz-Gelben äußerst knapp das Nachsehen. Eine schmerzhafte 3:4-Niederlage an der Anfield Road mit Folgen.

Denn seitdem scheint es, als hätte die Tuchel-Elf im Saisonendspurt ihre Leichtigkeit verloren. So wurde aus den letzten zwei Bundesliga-Partien lediglich ein Zähler eingefahren. Eine Bilanz, die auch die Dortmunder Verantwortlichen auf den Plan rief. “Von der Topform sind wir so weit entfernt wie vielleicht noch nie. Die Aufgabe gegen Bayern ist jetzt doppelt und dreifach schwer – und daran sind wir selbst schuld”, haderte der BVB-Coach mit den jüngsten Leistungen seiner Mannschaft. Diese musste zudem mit dem baldigen Abgang von Kapitän Mats Hummels einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Der Abwehrchef hatte sich vor wenigen Tagen ausgerechnet für einen Wechsel zum bajuwarischen Rivalen entschieden und steht deshalb im heutigen Pokalfinale besonders im Fokus. Ein Sieg im oftmals als “deutschen Clásico” verschrienen Duell wäre für die Borussen somit also ein dickes Ausrufezeichen und ein wichtiger Befreiungsschlag im ständigen Fernduell mit den Süddeutschen.

Diese stehen hingegen unter etwas größerem Zugzwang als die Borussia. Nachdem Trainer Pep Guardiola in drei Jahren kein einziges Mal das ersehnte Champions League-Finale erreicht hatte, soll seine letzte Saison in der bayerischen Landeshauptstadt zumindest mit dem Gewinn des Doubles abgeschlossen werden. Eine Niederlage gegen Dortmund im DFB-Pokal würde die Diskussion über das vermeintliche Scheitern des Katalanen neu aufleben lassen. Trotzdem kennen die Bayern um Kapitän Philipp Lahm die Stärke des heutigen Gegners und drücken deshalb bewusst auf die Euphoriebremse: “Wir sehen uns nicht in der Favoritenrolle. Es ist ein Finale gegen eine Mannschaft, die in der Bundesliga bis kurz vor Schluss an uns dran war.”

Ein Klassentreffen in Berlin

Auch die bisherige Pokalbilanz beider Teams verspricht eine packende Partie! Seit 2012 heißt das DFB-Pokalfinale bereits zum dritten Mal Bayern München gegen Borussia Dortmund. Beide Teams kennen sich gegenseitig in- und auswendig und verfügen über ausreichend Finalerfahrung: So hatte der BVB 2012 nach einem 5:2-Erfolg den DFB-Pokal noch in den Berliner Nachthimmel stemmen können. Nur zwei Jahre darauf revanchierten sich die Münchner mit einem 2:0-Finalsieg. Allerdings benötigte der Rekordmeister damals insgesamt 120 Minuten, um den Erfolg einzutüten. Dies war auch 2008 der Fall, als der BVB ebenfalls in der Verlängerung mit 1:2 bezwungen wurde. Nicht minder interessant: Drei der vergangenen fünf Pokalduelle zwischen beiden Teams waren nach 90 Spielminuten noch nicht entschieden!

Ob beide Teams auch heute wieder eine Extraschicht abliefern müssen, steht noch in den Berliner Sternen. Klar ist jedoch, dass sich Fußball- und Wettfans auf ein weiteres packendes und ereignisreiches Pokalfinale im Olympiastadion freuen können. Ein Duell, das auch die sportliche Rivalität zwischen Bayern München und Borussia Dortmund um ein neues Kapitel erweitern wird.

 

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