Déjà-vu beim EM-Gastgeber

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Der Weltmeister tritt heute Abend in Paris zum Freundschaftsspiel bei alten Bekannten an. Das Aufeinandertreffen zwischen Frankreich und Deutschland (ab 21 Uhr live in der ARD) hat ein bisschen was von einem feierlichen BBQ im Kreise von Freunden am Ende einer anstrengenden Arbeitswoche.

Schwankende Leistungen (1:2 gegen die USA, 0:1 in Irland), bisweilen viel Knatsch im Hintergrund (größte Krise der Verbandsgeschichte, die am Montag zum Rücktritt von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach führte) und eine leicht holprige Qualifikation für die EURO im kommenden Jahr. Obendrein ging es an der Seine bereits am Freitagmittag heiß her zu: Eine Bombendrohung erreichte das Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft im Pariser Westen, das Quartier wurde daraufhin evakuiert.

Zum Runterkommen winken dafür nun zwei Partien, auf die sich jeder Fußballliebhaber freut. Heute gegen EM-Gastgeber Frankreich und am Dienstag in Hannover (ab 20.45 Uhr live im ZDF) gegen Erzrivale Holland, dem ja bekanntlich im kommenden Sommer die Zuschauerrolle obliegt.

Im Stade de France stehen sich zwei absolute Schwergewichte des Weltfußballs gegenüber. Die Franzosen sind seit dem WM-Viertelfinal-Aus gegen Jogi Löws Mannschaft nicht mehr im Pflichtspiel-Modus und dürften auf Vergleiche gegen sportlich ebenbürtige Teams brennen. Ob die Équipe Tricolore allerdings schon voll im Saft steht, scheint fraglich: Ein schmaler 1:0-Erfolg in Portugal Anfang September war der einzige nennenswerte Erfolg im Kalenderjahr 2015 – die Duelle gegen Brasilien (1:3), Belgien (3:4) und sogar bei EM-Neuling Albanien (0:1) sorgten dagegen für Tristesse in der Grande Nation. Hinzu kommen die Querelen um Karim Benzema. Der Madrider Stürmer soll Mittelfeldmann Mathieu Valbuena erpresst haben. Beide fehlen im Kader und somit hat auch der französische Fußball seinen Skandal.

Und dennoch gilt Frankreich, nicht nur aufgrund des Heimvorteils, als einer der Topfavoriten auf den EM-Titel. Bonmot gefällig? Bitteschön: ”Sie haben Spieler, die technisch wahnsinnig gut sind, ein sehr gutes Kombinationsspiel, eine unheimliche Kraft, Stärke, Schnelligkeit”, betont Löw die Vorzüge des Gegners. Dafür ausschlaggebend sind Akteure wie Paul Pogba (Juventus Turin), Anthony Martial (Manchester United), Antoine Griezmann (Atlético Madrid) und Olivier Giroud (FC Arsenal), die in europäischen Top-Ligen spielen und in ihren Vereinen zu den Leistungsträgern gehören. Nicht zu vergessen: Franck Ribéry vom FC Bayern, der nach seiner schweren Verletzung mit einem Comeback für den Rückrundenstart rechnet und bei entsprechender Fitness ein unverzichtbarer Spieler im Team von Trainer Didier Deschamps ist. Erstmals im Kader ist der erst 19-jährige Kingsley Coman, der in der laufenden Hinrunde für den FC Bayern für mächtig Furore sorgt.

Und die Weltmeister? Die begrüßen ebenfalls zwei neue Gesichter in ihren Reihen: Zum einen Schalkes Leroy Sané. Ebenfalls 19-jährig, ebenfalls mit Raketenstart in der Bundesliga, wettbewerbsübergreifend bereits mit neun Scorerpunkten in dieser Saison. Zum anderen Kevin Trapp, der seit dem Sommer den Kasten von Paris Saint-Germain hütet, am heutigen Abend in seiner neuen Heimatstadt allerdings nicht zwischen den Pfosten stehen dürfte. Trainer Löw stellte bereits klar, dass Manuel Neuer in Paris spielt.

Zurück im Kader ist auch Mario Gomez, der sich mit starken Auftritten bei seinem neuen Verein Besiktas Istanbul wieder ins Rampenlicht spielte und eine starke Alternative zu Max Kruse und Kevin Volland darstellt. Große Experimente will Löw dennoch nicht wagen, sondern seine derzeit bestmögliche Elf aufbieten.

Der letzte Vergleich am heutigen Austragungsort liegt übrigens nur etwa zweieinhalb Jahre zurück: Im Februar 2013 gewann die DFB-Auswahl im Stade de France mit 2:1 – Torschützen damals: Valbuena für Frankreich, Thomas Müller und Sami Khedira für Deutschland. Viel Spaß beim Wetten auf bet90.com.

 

Unsere Quoten bei bet90*: Heimsieg: 2,35   Unentschieden: 3,30   Auswärtssieg: 3,05

*Stand: 13.11.2015, 17:15 Uhr.

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