EM 2012: Lasst die Spiele beginnen

Der erste Tag der Euro macht Lust auf mehr

EM-Auftakt in Warschau

Die Europameisterschaft 2012 ist endlich gestartet und bot am ersten Tag bereits alles, was man sich als Fußballfan erhoffen kann: Tore, Elfmeter, Rote Karten, Fehlentscheidungen, Kampfeswille und schöne Spielzüge.

Eröffnungsfeier

Eine durchaus gelungene Choreographie im Nationalstadion Warschau

Nach einer kurzweiligen Eröffnungsfeier war das Nationalstadion in Warschau nicht mehr zu halten. Polska-Fangesänge wurden in den Kurven lautstark angestimmt und peitschten die heimischen „Biało-Czerwoni”, die Weiß-Roten, nach vorne. Dass es nur ein Team geben sollte, das das Eröffnungsspiel gewinnt, unterstrichen die Polen dann auch mit einer starken Kombination des „Dortmunder Blocks”, die Lewandowski per Kopf vollendete – Warschau kochte.

Als kurz vor der Halbzeit der Bremer Sokratis Papastathopoulos unberechtigt mit Gelb-Rot vom Platz flog, dachte wohl niemand, dass die stark aufspielenden Polen dieses Spiel noch aus der Hand geben würden. Doch die Griechen zeigten sich in der zweiten Hälfte – zu zehnt – kampfstark und kamen durch ein Abstauber-Tor von Salpingidis zum nicht ganz unverdienten Ausgleich. Als der polnische Torwart Szczęsny dann noch mit Rot vom Platz flog und gleichzeitig einen Elfmeter verschuldete, drohte die Partie zu kippen. Doch “Titan Tytoń” hielt den Strafstoß und so ging das Eröffnungsspiel mit 1:1 zuende.

Mütterchen Russland überrollt Tschechien

Was bei einem Finale einer Eishockey-Weltmeisterschaft Sport auf allerhöchstem Niveau verspricht, wurde im Fußball für die Tschechen ein doch sehr bescheidener Auftakt in das Turnier. Die russische “Sbornaja” zeigte von Beginn an, dass sie hier die stärkere Mannschaft ist und kam zu einem nie gefährdeten 4:1-Sieg. Die Russen wussten durch ihren schnellen Konterfußball zu gefallen und zeigten, dass sie in der Gruppe A durchaus als Favoriten gehandelt werden dürfen.

Und was machen die Deutschen?

Heute greift dann Deutschland in das Turnier ein. Beim Spiel gegen Portugal spielten in den letzten Tagen eher Nebenkriegsschauplätze in den Gazetten eine Rolle. Ob „Hotelzimmeraffäre” oder der Besuch der deutschen Delegation in der Gedenkstätte in Ausschwitz, alles schien irgendwie überinterpretiert zu werden. Doch heute gilt es für Jogis Jungs zu zeigen, ob sie dem Ruf des Favoriten gerecht werden und den Portugiesen beweisen, dass man gegen die Freistöße des selbsternannten Weltfußballers Cristiano Ronaldo keine „Stahlhelme” braucht, wie Hansi Flick in einer Pressekonferenz unglücklich bemerkte. Wenigstens hielt er es nicht mit Walter Ulbricht und log der Journalie vor, dass man gegen die Freistöße nicht die Absicht hätte, eine Mauer zu bauen.

Bild:Imago

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