Courtney Meppen-Walter: Die Grätsche im Namen

Wie der richtige Name die Karriere beflügelt

Meppen-Walter grätscht

Ich habe an dieser Stelle mal über den jungen Norbert Gyömber geschrieben, ein hoffnungsfrohes Innenverteidiger-Talent, das mal bei Felix Magath im Probetraining durchgefallen ist. Damals habe ich überlegt, wie das so ist, wenn dir dein Name die Karriere verbaut.

Trägt die Grätsche im Namen: Citys Courtney Meppen-Walter.

Im Falle Norberts sollte sich das glücklicherweise bislang nicht bestätigen, also kein Grund zur Sorge im Hause Gyömber! Der 1,89-Schlaks sitzt bei seinem Verein und in der slowakischen U21 nach wie vor fest im Sattel. Das nächste Probetraining kommt bestimmt, vielleicht ja auch wieder in Wolfsburg.

Zumal Klaus Allofs da inzwischen den Hut auf hat. Und der bewies in jüngerer Vergangenheit hin und wieder, dass er ein Händchen hat für Talente mit wunderlichen Namen. Die Herren Hartherz, Trybull, Füllkrug und Co wurden vergangene Saison wahlweise als Mittelalter-Gang oder Auenländer in Bremen gebührend abgefeiert.

Auf den Spuren von Trautmann, Rößler und Co

Ein Arbeitskollege wies mich jetzt auf einen Kicker, der ebenfalls ganz launig heißt: Manchester Citys Courtney Meppen-Walter. Ein Name, der zunächst verblüffend klingt, sich jedoch auf den zweiten Blick erschließt. Der Mann bedient, mit Ausnahme des weiblich angehauchten Vornamens, den vorherrschenden Zeitgeist in der Premier League: „Deutsche Nachwuchsspieler sind auf der Insel so angesagt, wie nie zuvor“ schreibt Spox.com und stellt die Herren Gnabry, Eisfeld, Siemann, Yesil, Sama, Oberschmidt und Minkwitz (ja, Sohn von Stefan) als die nächste Generation von Spielern vor, die Arsenal, Liverpool und Fulham aufmischen werden werden.

Nun hat Meppen-Walter aber einen englischen und keinen deutschen Pass und zudem das Problem, einen vergleichsweise noch stärkeren A-Kader vor der Nase zu haben. Um dann doch in die Fußstapfen von City-Ruhmesträgern wie Bernd Trautmann oder Uwe Rößler treten zu können, könnte sein schräger Name diesmal vielleicht von Vorteil sein: Die Kombination aus Team-gewordener Grätsche und 54er-Ikone ist sicherlich nicht das Schlechteste, um sich aktuell in England Respekt zu erhaschen. Wir werden dich im Auge behalten, zeig´s Ihnen, Courtney!

Bild: imago

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