Die Fuchsjagd hat begonnen

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leiman271115Ein Blick auf die Tabellen der europäischen Top-Ligen verrät: Die Tabellenführung hat stets einer der ganz Großen inne. In der Primera Division hat Barcelona zuletzt die Tabellenführung mit einem 4:0 im Clásico in Madrid ausbauen können, in Italien ist Inter zurück am Platz an der Sonne und in Deutschland und Frankreich dominieren der FC Bayern und Paris Saint-Germain mit hochhaushohem Abstand vor den Verfolgern das Tableau. Business as usual.

 

Doch halt! Stopp! Ausgerechnet in der englischen Premier League ist keiner der üblichen Verdächtigen auf Rang eins. Stattdessen rockt Leicester City diese Pop-Liga und grüßt nach einem Saisondrittel lässig von der Spitzenposition, mit sage und schreibe doppelt so viel Punkten wie der FC Chelsea (Rang 15). Und nun kommt am Samstag Manchester United (18.30 Uhr), ärgster Verfolger von Leicester, ins King Power Stadium.

 

Hierzulande fragen sich die meisten: Wer oder was ist eigentlich Leicester? Wir bringen etwas Licht ins Dunkel. Der Verein stammt aus einer der ältesten Ortschaften des Landes, dem geografischen Mittelpunkt Englands. 330.000 Einwohner zählt die Stadt in den East Midlands. Mindestens genauso viele Füchse scheint es in der dortigen Region zu geben und so ziert seit jeher ein Fuchs das Emblem von Leicester City – klar, dass dabei ein Spitzname wie “Foxes” bei rumkommt.

 

Die Pokalvitrine in der Vereins-Geschäftsstelle ist überschaubar, lediglich von drei League Cup-Titel muss hin und wieder der Staub entfernt werden.  2014 feierte Leicester das Comeback in der Premier League und dank eines Schlussspurts am Saisonende (sechs Siege aus acht Spielen) konnte die Klasse gehalten werden. Im Sommer ließ man den wohl bekanntesten Akteure des Club, Esteban Cambiasso, ablösefrei nach Piräus ziehen, im Gegenzug wurde sich punktuell verstärkt: Shinji Okazaki (Mainz) und Christian Fuchs (Schalke) kamen aus der Bundesliga, auch Robert Huth wurde, nachdem er bereits leihweise bei den Foxes unter Vertrag stand, von Stoke City fest verpflichtet.

 

Hinzu kommen Spieler wie der Algerier Riyad Mahrez, der immerhin schon sieben Saisontore vorweisen kann. Oder aber Jamie Vardy, dem sogar sagenhafte 13 Treffer in 13 Liga-Spielen gelangen – eine absolute Top-Quote. Kasper Schmeichel, Sohn der ManUnited-Legende Peter Schmeichel und der deutsch-ghanaische Jeffrey Schlupp, der zum Linksverteidiger umgeschult wurde, sind ebenfalls wichtige Stützen im Team von Coach Claudio Ranieri. 28 Saisontore erzielte dieses Ensemble der weitestgehend Unbekannten. Im Marktwertvergleich der Premier League rangiert Leicester nur auf Rang 16.

 

Gegner Manchester United, das sich unter der Woche in der Champions League gegen Eindhoven zu einem 0:0 stolperte, liegt nur einen Zähler hinter den Foxes. Klar, dass das Team von Trainer Louis van Gaal am Samstagabend unbedingt die Spitze übernehmen möchte. Die Bilanz spricht auch für die Red Devils, die satte zehn der letzten elf Duelle in der Premier League gegen Leicester für sich entschieden. Die einzige Ausnahme liegt jedoch nur 14 Monate zurück. Im September 2014 gewann Leicester City gegen United mit einem sagenhaften 5:3.

 

Die kommenden Wochen werden zeigen, wohin die Reise für Robert Huth und Co. gehen wird, denn die Vergleiche mit den Top-Clubs Chelsea, Liverpool und Manchester City folgen noch allesamt bis Jahresende. Die bislang einzige Niederlage erlebte man übrigens gegen ein solches Schwergewicht: Ende September beim 2:5 gegen Arsenal. Nur ein Grund, warum United leicht favorisiert in dieses ungleiche Duell geht.

 

Unsere Quoten bei bet90*: Heimsieg: 3,15   Unentschieden: 3,35   Auswärtssieg: 2,30

*Stand: 28.11.2015, 8:00 Uhr.

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