„Das Beste steht uns noch bevor“

Obama zur Lage des deutschen Fußballs

Subotic gegen Ronaldo

Ich hatte heute Morgen beim Frühstück ganz kurz befürchtet, dass sich über Nacht die Prioritäten verschoben hätten. Aber dann unterbrach das Morgenmagazin Obamas Siegesrede, um zum gewohnten Zeitpunkt, sechs Minuten vor den Nachrichten, die Nachberichte von Borussia und Schalke zu zeigen. Alles beim Alten also.

Dortmunds Auftritt im Bernabeu war lange Zeit ein kräftiger Tritt in den Hintern von Ronaldo und Co.

Mit Blick auf die Champions League hingegen ist nicht alles ganz beim Alten. Denn beide Mannschaften unterfütterten auch gestern mit ihren Auftritten die Lobeshymnen, die seit Beginn dieser CL-Spielzeit  auf den deutschen Club-Fußball gesungen werden.

Schalkes Unentschieden gegen Arsenal darf schon fast als zu wenig empfunden werden, und Dortmunds Punktgewinn bei Real war gefühlt das Mindeste, was es im Bernabeu zu holen gab.

In das Ringen um internationales Ansehen, das sich die Nationalmannschaft seit 2006 peu á peu und seit 2010 in großen Schritten erarbeitet hat, sind die Bundesliga-Clubs sehr schlagkräftig mit eingestiegen.

Die Bundesliga selbst galt im europäischen Ausland schon länger als Vorzeigemodell, auf höchster europäischer Bühne aber immer noch etwas schwachbrüstig – abgesehen vom FC Bayern natürlich. Aber weil es Dortmund – und auch Schalke – gelingt, ihr modernes, attraktives und nicht zuletzt effizientes Spiel auf die Königsklasse zu projizieren sind Gegner wie (Fach-)Publikum zu Recht nachhaltig beeindruckt.

Das kommt nicht unerwartet und war im Prinzip nur eine Frage der Zeit, bis die kräftig Blüten treibende Nachwuchsarbeit auch im europäischen Club-Wettbewerb Früchte trägt, auch wenn sie streng genommen bis jetzt nichts Zählbares erreicht hat.

Aber der eigentliche Durchbruch auf höchstem Niveau wird händereibend mit Etablierung des Financial Fairplay erwartet. Und da stehen wir erst am Anfang. Insofern kann ich diesen euphorisierten Bericht besten Gewissens mit den Worten des wiedergewählten US-Präsidenten beschließen, die mir heute Morgen um die Ohren flatterten: „Das Beste steht uns noch bevor.“

Bild: imago

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